Einführung

mikebaird::@Flickr.com

Wie wichtig die Gelenke für das körperliche Wohlbefinden sind, merkt der Mensch meistens nicht, so lange sie reibungslos funktionieren. Erst wenn sie erkranken, wird dem Betroffenen klar, wie wichtig die Gelenke für das eigene Wohlbefinden sind. Arthritis und Arthrose sind die häufigsten Erkrankungen, die Schmerzen an den Gelenken verursachen.

Arthritis und Arthrose

Während es sich bei der Arthrose um einen Verschleiß der Gelenke handelt, der über das altersübliche Maß hinaus geht, ist die Arthritis eine akute Erkrankung, die verschiedene Ursachen haben kann. Die häufigste Ursache für eine Arthritis ist eine bakterielle Infektion, die sich im wesentlichen durch eitrige Gelenke äußert. Aber auch Patienten, die an einer rheumatischen Erkrankung leiden, haben oft Gelenkschmerzen. Arthritis kann außerdem ein Anzeichen für eine Boreolose, Stoffwechselerkrankungen oder immunologische Reaktionen handeln. Bei der Arthrose hingegen unterscheidet man zwischen einer primären und einer sekundären Arthrose. Im ersteren Fall nimmt man an, dass das Knorpelgewebe des Bewegungsapparates einfach den alltäglichen Belastungen nicht standhalten kann. Im zweiten Fall lassen sich die Ursachen näher eingrenzen. Neben einer Überbelastung kommen Veränderungen durch Entzündungen oder Störungen im Haushalt des Körpers in Frage.

Behandlung

Die Folgen von Arthrose und Arthritis lassen sich aber sehr gut in den Griff bekommen, wenn die Ursachen rechtzeitig erkannt sind und behandelt werden. Welche Behandlung Erfolg verspricht, hängt dabei natürlich sehr stark davon ab, unter welcher Form der jeweiligen Krankheit der Patient leidet.

Bei Arthritis beispielsweise lässt sich der schleichende Verfall der Gelenke hervorragend nachweisen. So wird bei der Arthritis etwa aus einer Schädigung der Knorpel im Laufe der Zeit sogar zu einer Veränderung in der Struktur der Knochen. Im ersten Stadium kommt es bereits zu Rauungen, außerdem dünnt die Knorpelschicht aus, während im nächsten Stadium bereits das Bindegewebe beeinträchtigt wird. Schließlich wird der Knorpel durch Granulationsgewege und Faserknorpel ersetzt, beides schränkt die Gelenke zusätzlich ein. Im Endstadium flacht schließlich die Knochenplatte eines Gelenks ab. Damit der Druck auf dem Gelenk trotzdem abgefangen werden kann, bilden sich an den Knochen Randwülste.

Ursachen

Als klassische Ursache für eine Arthrose gilt eine Fehlbildung der Gelenke. Körperteile, die durch eine mechanische Belastung besonders beansprucht sind wie die Gelenke, sind deshalb besonders gefährdet, dass sie unter den Folgen dieser Fehlbildung weiter geschädigt werden.

Arthritis und Arthrose sind deshalb, was die Spätfolgen einer unbehandelten Erkrankung angeht, nicht zu unterschätzen. Denn die Folgen sind schmerzhaft und in der Behandlung unnötig teuer, je tiefer die Schäden, die im Bewegungsapparat bereits angerichtet wurden, sind.

Diagnose

Bei der Diagnose wird deshalb zunächst geklärt, bei welchen Gelegenheiten die Schmerzen in den Gelenken auftreten. Anschließend wird der Bewegungsapparat klinisch untersucht. Die anschließende Behandlung erfolgt zweigleisig: Einerseits sollen die Schmerzen unter der normalen Belastung für die Gelenke gelindert werden. Andererseits sollen mechanische Einschränkungen oder gar eine Veränderung des Gelenks verhindert werden. Dazu werden mechanische Risikofaktoren vermindert, außerdem wird während der Behandlung einer Arthrose der Gelenkknorpel regeneriert.

Aber der Patient kann auch einiges machen, um dem Entstehen einer Arthrose vorzubeugen. Ausreichend Bewegung ohne dabei die Gelenke zu überlasten und vermeiden, Übergewicht anzusetzen werden von Experten als Maßnahmen empfohlen.

Welche Therapie in der Behandlung eingesetzt wird, hängt sehr stark davon ab, wo die Arthrose auftritt. Die Arthrose kann am Oberschenkel und am Becken, wo die Gelenke sehr stark von Bewegungen beansprucht werden, durch eine operative Umstellung der Gelenke in den Griff bekommen werden. Im fortgeschrittenen Stadium kommt der Patient wohl kaum um eine Transplantation von Knorpelmasse herum. Dabei werden gut erhaltene Anteile des Gelenks aus den Randbereichen, die auch wenig belastet sind, in die Zonen transplantiert, die unter der größten Belastung ausgesetzt sind.

Schmerzen

Bevor Schmerzen auftreten ist es allerdings schwierig, eine Arthrose zu diagnostizieren. Weil es dann auch schon zu Deformationen des Gelenks gekommen ist, gilt als oberstes Ziel einer Therapie, die Beweglichkeit eines Gelenks zu erhalten oder wieder herzustellen. Die Symptome einer Arthrose, nämlich die chronischen Schmerzen, lassen sich zumindest sehr gut mit Schmerzmitteln im Griff halten. Der Verlauf der Krankheit ist übrigens wellenförmig. So kann auf eine Phase, in der heftige Schmerzen auftreten vorübergehend eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eintreten.

Behandlung

Bei der Arthritis hängt die Art der Behandlung dagegen sehr stark von der Ursache ab. Man unterscheidet beispielsweise darin, ob nur ein Gelenk betroffen ist, mehrere oder gar alle Gelenke des menschlichen Körpers. Die häufigste Ursache ist eine bakterielle Arthritis. Hier gelangen die Krankheitserreger entweder durch eine Verletzung oder durch die Blutbahn an die Gelenke. In diesem Fall leidet der Körper massiv unter Entzündungen, die betroffenen Regionen sind gerötet und geschwollen. Schmerzen treten vor allem dann auf, wenn sich der Patient bewegt. Bei einer eitrigen Arthritis handelt es sich um eine sehr schwere Schädigung des Gelenks, in nur wenigen Tagen kann sogar der Knorpel dauerhaft geschädigt sein.

Bei Arthritis und Arthrose handelt es sich um ernst zu nehmende Krankheiten. Schon bei den ersten Verdachtsmomenten sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen und rechtzeitig eine Behandlung beginnen, um langfristige Schäden für den Körper zu vermeiden.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (41 Stimmen, Durchschnitt: 4,54)
Loading...
Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2015 von Arthritis-Arthrose.de