Arthritis Diagnose

So wird Arthritis entdeckt

david__jones::@Flickr.com

Grundsätzlich ist es schwierig, frühzeitig die Diagnose von Arthritis zu stellen. Aber spätestens dann, wenn die Finger morgens steif sind, Durchblutungsstörungen in den Fingern und Zehen auftreten oder plötzlich Schmerzen an den kleinen Gelenken von Fingern und Zehen auftreten, sollte man schleunigst einen Fachmann zu Rate ziehen. Denn genau das sind die ersten, alarmierenden Anzeichen einer beginnenden Arthritis. Je schneller die Betroffenen, respektive ihre Ärzte nun reagieren, umso besser sind auch die Chancen, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Schwierig ist die Behandlung außerdem, weil sich der Krankheitsverlauf bei jedem Patienten individuell verschieden äußert.

Vorgehen

Zunächst nimmt der Arzt die betroffenen Gelenke unter die Lupe und testet sowohl die Beweglichkeit als auch die Schmerzempfindlichkeit der Gelenke. Bei der Rheumatoiden Form können sich außerdem schon erste Rheumaknoten in den Gelenken gebildet haben. Diese Form der Arthritis liegt übrigens nicht am fortschreitenden Alter, sie kann auch schon in jungen Jahren vorkommen. Zur genauen Diagnose erfolgt eine Röntgenuntersuchung an Händen und Füßen, um einen genauen Aufsschluss über den Zustand der Gelenke zu bekommen.

Denn mit der Arthritis gehen Symptome wie Defekte am Knorpel und am Knochen, Knochenschwund in der Nähe der Gelenke, aber auch Verknöcherungen einher. Mit einer Ultraschall-Untersuchung lassen sich Entzündungen auf der Gelenkhaut erkennen, ebenso Veränderungen an den Sehnen. Ergänzend dazu führt der Arzt eine sogenannte Szintingrafie durch, um festzustellen, ob der Stoffwechsel an einer Stelle des Knochens außergewöhnlich ist. Die Struktur und Funktionsfähigkeit von Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenken lässt sich außerdem mit der Magnetresonanz-Tomografie sehr gut erkennen. Diese ist aber bei der Diagnose von Arthritis noch kein Standardverfahren.

Bakteriellen Arthritis

Bei der Bakteriellen Arthritis können Bakterien entweder durch Verletzungen oder durch die Blutbahn in die betroffenen Gelenke gelangen. In diesem Fall treten sehr ausgeprägte Entzündungsreaktionen inklusive Rötung der Gelenke und starken Schmerzen bei der Bewegung auf. Der Betroffene vermeidet es, die Gelenke zu belasten, so dass es zu weiteren Krankheitssymptomen kommen kann. Besteht der Verdacht auf diese Form der Arthritis, punktiert der Arzt das Gelenk, um einen Aufschluss über das Ausmaß der Krankheit zu bekommen.

Laboruntersuchung ist sehr wichtig!

In jedem Fall ist eine Laboruntersuchung wichtig für die Diagnose von Arthritis. Bei der Untersuchung von Blutproben im Labor gehört der Nachweis des Rheumafaktors zu den Abnormitäten des Blutbildes, die routinemäßig untersucht werden. Allerdings braucht der Mediziner viel Erfahrung, wenn es um die Interprätation des Blutbildes geht. Denn bei diesem Rheumafaktor handelt es sich um einen Stoff aus Eiweiß, der sich im Blut nachweisen lässt.

Es handelt sich dabei um einen Antikörper gegen körpereigene Eiweiße. Dieser läßt sich bei etwa 80 Prozent aller Patienten, die unter Arthritis leiden nachweisen, allerdings kann er auch bei Patienten, die unter Krebs oder unter einer viral bedingten Hepatitis leiden, nachweisen. Teilweise sogar bei Gesunden. Eine größere Sicherheit für die Diagnose von Arthritis bringt der Nachweis von CCP-Antikörpern. Diese lassen sich schon bei einem relativ frühen Stadium der Erkrankung nachweisen.


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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2015 von Arthritis-Arthrose.de