Arthritis Medikamente

Medikamente gegen Arthritis

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In Deutschland werden mehr als 200 Medikamente für Arthrose eingesetzt, um die Patienten zu behandeln. Diese relativ hohe Zahl braucht aber nicht zu verwundern. Denn in der Arthritis-Therapie werden im wesentlichen vier verschiedene Gruppen von Medikamenten eingesetzt, welche die Krankheiten an verschiedenen Fronten bekämpfen. Sie werden unterschiedlich miteinander kombiniert, die medikamentöse Behandlung kann sich im Verlauf der Therapie auch verändern und richtet sich dann in erster Linie nach dem Gesundheitszustand des Patienten.

Schmerzmittel

Analgetika sind im Volksmund besser bekannt als Schmerzmittel. Im Idealfall unterdrücken sie die Schmerzen des Arthritis-Patienten, ohne seine sonstige Wahrnehmung negativ zu beeinträchtigen. Denn während sich die betroffenen Patienten mit einer Einschränkung ihrer Beweglichkeit oft arrangieren können, sind es vor allem die starken Schmerzen in den Gelenken, welche die Lebensqaulität der Arthritis-Patienten massiv beeinträchtigen. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden die Schmerzmittel übrigens 1986 in einem Stufenplan zusammengefasst, an den sich die Mediziner auch weitgehend halten. So soll die Stärke des Wirkstoffes mit dem zunehmenden Schmerz einher gehen.

Nichtsteroidale Antirheumatika

Nichtsteroidale Antirheumatika sind ebenfalls Schmerzmittel, die allerdings den Nebeneffekt haben, dass sie eine entzündungshemmende Wirkung haben. Deshalb eignen sie sich hervorragend im Einsatz für Arthritis-Patienten. Diese Medikamente hemmen nicht nur den Schmerz und Entzündungen, sondern haben darüber hinaus auch eine fiebersenkende Wirkung. Allerdings haben sie auch Nebenwirkungen. Die häufigsten sind Schädigungen der Magenschleimhaut, werden sie dauerhaft verabreicht, schädigen sie außerdem die Funktion der Nieren.

Glucocorticoide

Die Glucocorticoide wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern beeinflussen auch den Stoffwechsel des Körpers, sowie das Herz-Kreislaufsystem und das Nervensystem. Diese Medikamente fördern unter anderem die Neubildung von Kohlenhydraten im Körper. Wegen dieser Effekte in Zusammenhang mit der entündungshemmenden Wirkung werden sie in der Therapie auf vielfältigeWeise eingesetzt. Die Anwendungsgebiete reichen vom allergischen Schnupfen bis hin zu akuten Notfällen, etwa Schockzuständen. Zu den Nebenwirkungen zählen neben einer Gewichtszunahme durch die Speicherung von Wasser im Gewebe auch die Förderung von Magengeschwüren und die Förderung von Osteoporose.

Basisthearpeutika

Basisthearpeutika zeigen keine sofortige Wirkung, sondern müssen langfristig eingesetzt werden. Deshalb werden sie auch gern in der Arthritis-Therapie eingesetzt, wo der langfristig positive Einfluss auf den Verlauf der Krankheit zählt. Desahlb werden sie gerade hier oft gern in Kombination mit anderen Präparaten eingesetzt. Die Basistherapeutika zeigen oft keine sofortige Wirkung sondern greifen langfirstig in den Verlauf einer Krankheit ein. Darüber hinaus sorgen sie dafür, dass die Zerstörung der Gelenke abgebremst wird. Sie haben außerdem neben einer schmerzlindernden Wirkung auch den Effekt, dass sowohl die Intensität als auch die Häufigkeit von Krankheitsschüben nachlassen und Entzündungen abklingen. Durch den Einsatz der Basistherapeutika verbessert sich außerdem die Beweglichkeit der Gelenke. Angesichts einer breiten Palette von Nebenwirkungen sollten sich die Patienten sorgfältig mit ihrem Facharzt absprechen, welches Medikament eingesetzt wird.


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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2015 von Arthritis-Arthrose.de