Arthritis Behandlung

Wie lässt sich Arthritis behandeln?

Wie bei vielen anderen Erkrankungen hängt es auch für die Behandlung von Arthritis wesentlich davon ab, was der Auslöser der Erkrankung war. Während es bei der Therapie einer rheuamtischen Arthritis nur gute Aussichten auf eine Linderung der Beschwerden gibt, stehen die Heilungschancen bei einer bakteriellen Arthritis sehr gut, wenn die Behandlung rechtzeitig in Angriff genommen wird.

Bakterielle Arthritis

Eine schnelle Reaktion ist gefragt, wenn eine bakterielle, auch eitrige Arthritis genannt, diagnostiziert wird. Denn die Krankheitserreger, welche die Gelenke befallen haben, breiten sich immer weiter im Körper aus und können im schlimmsten Fall sogar zu einem akuten Nierenversagen führen. Baldmöglichst nach der Diagnose wird deshalb das Gelenk geöffnet, damit es sauber gespült und infizierte Teile gegebenenfalls entfernt werden können. Eine Spülung erfolgt jeden zweiten Tag, so lange, bis die Entzündung abgeklungen ist und die Erreger aus dem Körper verschwunden sind. Zeitgleich erfolgt die Behandlung, um die bakteriellen Krankheitserreger abzutöten, das geschieht unter anderem mit Antibiotika. Diese Behandlung sollte zunächst breit gefächert erfolgen, bis der Erreger bekannt ist, um diesen dann gezielt zu bekämpfen.

Rheumatoide Arthritis

Bei der Rheumatoiden Arthritis handelt es sich um die häufigste Erkrankung der Gelenke, die auf Entzündungen zurück gehen. In Deutschland sind etwa 800.000 Menschen betroffen. Die Tendenz ist allerdings stark steigend, weil die Menschen immer älter werden und das Krankheitsrisiko mit dem Alter steigt. Die Behandlung von Arthritis gestaltet sich auch deshalb schwierig, weil ein schubweises Auftreten charakteristisch ist und eine Besserung des gesundheitlichen Zustandes nicht unbedingt auf den Erfolg der Therapie zurückgehen muss. In der Therapie wird – je nach dem Grad der Erkrankung – mehrgleisig gefahren.

Neben der medikamentösen Behandlung werden gegebenenfalls operative Maßnahmen bei der Behandlung von Arthritis getroffen. Im Prinzip werden vier Gruppen von Medikamenten, Schmerzmittel, nicht-steroidale Antihlogistika, Glucocorticoide und Basistherapeutika). Die Basistherapeutika sollen den Krankheitsverlauf verlangsamen, während zugleich Schmerzmittel und Entzündungshemmer verabreicht werden. In der modernen Behandlung von Arthritis werden zugleich mehrere Methoden angewandt, die dem aktuellen Gesundheitszustand des Patienten angepasst werden.

Hilfreiche Literatur

Folgende Bücher bieten weitere nützliche Informationen zum Umgang mit Arthritis

Operative Methoden

Im Fachgebiet der Orthopädie hat sich aufgrund der zahrleichen Betroffenen mittlerweile der Bereich der Rhaumachirurgie entwickelt, dessen Vertreter sich auf die Behandlung von Arthritis mittels operativer Methoden spezialisiert haben.

Ein relativ kleiner Eingriff ist das Entfernen der inneren Schicht in der Gelenkkapsel, der sogenannten Synovialis. In einem gesunden Körper werden hier die Sehnen ernährt und geschmiert. Bei Arthritis-Patienten treten dagegen oft starke Schwellungen auf, welche die Sehnen angreifen. Während sich in einem frühen Stadium diese Operation lohnen kann, um den Verlauf der Krankheit einzudämmen, reicht dieser Schritt in einem späteren Stadium nicht mehr aus.

Gelenkresektion bei Arthritis

Bei der Gelenkresektion wird das von der Arthritis zerstörte Gelenk komplett entfernt. Dieses Verfahren wird allerdings nur eingesetzt, wenn Finger oder Zehen betroffen sind.

Bei der Gelenkversteifung wird das kranke Gelenk entfernt, während die Stümpfe der Knochen in einer günstigen Stellung fixiert werden, so dass die Patienten zwar ein steifes Gelenk haben, aber schmerzfrei leben können. Eingesetzt wird dieses Verfahren vor allem, wenn Dauen, Handwurzelgelenke, die Endgelenke an Fingern, Sprunggelenk oder Zehengelenke betroffen sind.

Bei der sogenannten Atrhroplasitk wird nur ein Teil des Gelenkes entfernt, die entstandene Lücke wird beispielsweise mit einer Sehne aufgefüllt. Sinnvoll ist diese Operation beispielsweise, wenn die Handwurzel betroffen ist.

Künstliches Gelenk bei Arthritis

Das Einsetzen eines künstlichen Gelenks wird bei der Behandlung von Arthrose so lange wie möglich hinaus gezögert. Der Grund: Die künstlichen Gelenke haben eine Lebensdauer von zehn bis maximal 15 Jahren und müssen dann erneut ersetzt werden. Beim zweiten Eingriff ist jedoch das Risiko höher, dass Komplikationen auftreten können. Zudem können Prothesen nicht beliebig oft eingesetzt werden, weil jede neue Operation weiteres gesundes Knochenmaterial verschleißt. Vor allem die großen Gelenke wie Hüfte, Schulter, Knie oder Ellbogengelenk können mit einer Prohthese ersetzt werden. Allerdings sollte mit dem Einsetzen eines künstlichen Gelenks auch nicht zu lange gewartet werden, weil sonst Bänder und Knochen möglicherweise schon zu stark angegriffen sind.

Radiosynoviorthese

Alternaitv zur Operation gibt es die Radiosynoviorthese. Bei diesem Verfahren werden radioaktive Beta-Strahler in die Gelenke gespritzt. Allerdings sollten sich Patienten, die überlegen, diese Methode anzuwenden, auf den Rat ihres Rheumatologen verlassen, für Versicherte in gesetzlichen Krankenkassen sind nur Nuklearmediziner dazu berechtigt.


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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2015 von Arthritis-Arthrose.de